Polnischer Diashop aus Deutschland

  • Dann sollen sie doch glücklich werden mit ihren AGBs. Ob gültig oder nicht. Aber Geld werden sie von mir unter diesen Umständen keines mehr sehen.

    Kaufst du auch nicht bei Steam und sonstigen Onlineshops ein?



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    In the beginning the Universe was created.

    This has made a lot of people very angry and been widely regarded as a bad move.



    Trust me, I'm an engineer.....with epic skill and epic gear

  • Es war schon immer so das PL dias billiger für deutsche waren.. Und nicht wenige Spieler nutzten/nutzen das. Aber juckt eh kein.

  • Nach Rücksprache mit unserer Rechtsabteilung kann ich zu dem Thema Folgendes sagen:


    Online-Computerspiele sind von der Geoblocking-Verbotsregel gemäß Verordnung (EU) 2018/302 ausgenommen.


    Begründung, Absatz 4:


    Desweiteren Artikel 4, Absatz 1b:


    Onlinespiele fallen nicht unter diese Regelung der genannten urheberrechtlich geschützten Werke. Soweit ich informiert bin wird das Thema in zwei Jahren auf EU-Ebene neu evaluiert. Bis dahin besteht von unserer Seite zum jetzigen Zeitpunkt kein Grund, unsere Regeln zu ändern.

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  • Ich kann nur davor warnen, über VPN die IP-Adresse zu ändern, um andere Raten im Itemshop zu bekommen. Unsere Payment-Abteilung reagiert auf solche Vorgänge im Regelfall recht zügig mit Accountsperren. Dies nur als Erinnerung, falls nicht jedem klar sein sollte, was mein voriger Post bedeutet.

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  • Bleibt ja immer noch die Möglichkeit eines EU-Re-Imports ... Die polinsche Tourismus-Branche wirds freuen, wenn ROM-Spieler zum Aufladen das Land besuchen ;)

  • Dann sollen sie doch glücklich werden mit ihren AGBs. Ob gültig oder nicht. Aber Geld werden sie von mir unter diesen Umständen keines mehr sehen.

    Kaufst du auch nicht bei Steam und sonstigen Onlineshops ein?

    Steam? Wer braucht denn so was? Also nein. Tue ich nicht. Und schon gar nicht für Online-Spiele. Ich spiele nur ROM. Und das auch nur solange es das noch gibt und ich jetzt eben ohne neuen Dia-Kauf weiter komme.

    Da ich aber kurz vor eurer komischen 30% Promotion bei der letzten 140%.-Aktion gekauft habe, wird das noch einige Zeit dauern. Ich werde halt nur sehr sparsam Dias einsetzen. Und da ich nicht immer der neusten aktuellen Ausrüstung und Bewaffnung nachlaufe, kann ich das lange hinziehen.

  • Selbst wenn die Rechtsabteilung von GF den aktuellen Rechtsfall sich schön redet und einem Spieler sperrt, kann man dagegen vorgehen und man wird vor allen Gerichten Recht bekommen. Ob man sich den Stress wegen 20/50/100/200 Euro PSC machen möchte, steht auf einem anderen Blatt.


    Nichts desto trotz, Polen ist von mir aus nur ein Katzensprung, dann werde ich bei der nächsten Promo mal kurz rüber fahren mit Notebook zu Freunden auf ein Bier und fix meine Dias aufladen...


    Steam ist ein schlechter Vergleich für mich, denn da habe ich noch nie etwas gekauft und werde es auch nie tun. Ich mag die Plattform einfach nicht.

  • Alter, laber doch mal kein Stuss nichtmal einer ist gebannt dafür und es wird täglich praktiziert wie tork schreibt.... Aber gg wozu was ändern ich mein hallo polen werd mir mal paar psc kaufen :)

  • Tja, wenn man nach Polen fährt und sich dort einloggt zum Beispiel in einem Internet-Cafe, hat man doch auch eine IP-Adresse von dort. Da braucht doch niemand diese zu verschleiern und handelt doch gemäß den AGB. Oder sehe ich das falsch?

  • Nach Rücksprache mit unserer Rechtsabteilung kann ich zu dem Thema Folgendes sagen:


    Online-Computerspiele sind von der Geoblocking-Verbotsregel gemäß Verordnung (EU) 2018/302 ausgenommen.


    Äh, Nein!



    Im Hinblick auf Artikel 4 ist erstmal nur zu bemerken, dass er sich nur auf "allgemeine Geschäftsbedingungen für den Zugang zu Waren oder Dienstleistungen" bezieht und auf sonst nichts. Das hat nichts mit dem eigentlichen Geoblocking zu tun.



    Die eigentliche Geoblocking-Verbotsregel steht in Artikel 3:


    Dazu die Definition:

    Quote

    16. „Online-Benutzeroberfläche“ eine Software, einschließlich Internetseiten oder Teile davon und Anwendungen, einschließlich mobiler Anwendungen, die von einem Anbieter oder in dessen Namen betrieben werden und dazu dienen, den Kunden Zugang zu den Waren oder Dienstleistungen des Anbieters zu gewähren mit dem Ziel, ein Geschäft über diese Waren oder Dienstleistungen zu tätigen;



    Festzustellen ist: Es gibt von Artikel 3 keine Ausnahme für Online-Spiele, ganz gleich ob sie urheberrechtlich geschützt sind oder auch nicht.



    Das gleiche gilt für Zahlungsbedingungen:


    Festzustellen ist wieder: Es gibt von Artikel 5 keine Ausnahme für Online-Spiele, ganz gleich ob sie urheberrechtlich geschützt sind oder auch nicht.




    Diese zwei Regeln alleine sagen aber auch gar nichts über Diskriminierung durch "unterschiedliche Preise" aus, was ja das eigentliche Thema des Threads ist.




    Aber wenn wir noch mal auf Artikel 4 zurückkommen:


    Ich denke man kann sich einig sein, dass das "Diamanten aufladen" unter das Beziehen einer elektronisch erbrachten Dienstleistung fällt.


    Die entscheidende Frage ist jedoch: Ist das "Diamanten aufladen bekommen" eine Dienstleistung, deren Hauptmerkmal die Bereitstellung des Zugangs zu urheberrechtlich geschützten Werken oder sonstigen Schutzgegenständen und deren Nutzung ist, einschließlich des Verkaufs von urheberrechtlich geschützten Werken oder immateriellen Schutzgegenständen.?


    Oder anders gefragt: Sind die Items im Itemshop oder gar die Diamanten urheberrechtlich geschützte Werke oder sonstige Schutzgegenstände?



    Aber letztlich sollte die Diskriminierung durch eine ganz andere Verordnung verboten werden, nämlich RICHTLINIE 2006/123/EG:



    Problem sind leider hier die "objektive Kriterien". Zum Beispiel zählen dazu unterschiedliche rechtliche Rahmenbedingungen und Risiken in verschiedenen Ländern dazu. Aber auch da gibt es viele Grenzen. Ich zitiere hier mal aus einer Studie des Europäischen Verbraucherzentrums Deutschland, nur um zu zeigen, wie schwammig das Ganze ist:

    Quote

    Die Unternehmen versuchen, von den teilweise erheblichen Preisgefällen zwischen den Mitgliedstaaten zu profitieren. Auch hier ist eine differenzierte Betrachtung unabdingbar: Entscheidend ist, ob die Dienstleistung ihre Natur dadurch verändert, je nach dem aus welchem Land der Kunde kommt, der diese Dienstleistung in Anspruch nehmen möchte. Handelt es sich beispielsweise um eine Hotelübernachtung, so entstehen dem Dienstleistungserbringer dieselben Kosten für die Bereitstellung des Zimmers, ganz gleich ob ein Verbraucher aus Deutschland darin übernachtet oder ein Kunde aus Italien. Anders kann es sich verhalten, wenn durch die grenzüberschreitende Erbringung einer Dienstleistung für den Händler tatsächlich höhere Kosten entstehen: höhere Portokosten, strengere Anforderungen an das Produkt, höhere Entsorgungskosten, höhere Personalkosten etc. Ein Recht auf Gewinnmaximierung besteht hingegen nicht. Entscheidend ist also, ob sich der Verbraucher zur Dienstleistung hin bewegt und sie unverändert in Anspruch nimmt oder ob sich die Dienstleistung zum Verbraucher begibt, angepasst werden muss und dabei Kosten erzeugt.

    Keine Ahnung, wie dazu die Rechtsprechung dazu ist und ob so stimmt. Aber sicherlich war das Wischiwaschi was "objektive Kriterien" sind, einer der Gründe für Nachbesserungen.



    Gibt es objektive Kriterien, von den Spielern in Deutschland für die selbe Dienstleistung einen höheren Preis zu verlangen wie von Spielern in Polen?



    Aber die alles entscheidende Frage ist doch:


    Warum sucht Gameforge eigentlich zwanghaft nach Ausnahmen in Regeln um Spieler aus verschiedenen EU-Ländern durch unterschiedliche Preise für die exakt selben Dienstleistungen zu diskriminieren?

  • Nachtrag:


    Quote from AGB

    Eine Nutzung der ‪Gameforge‬-Dienste mittels Anonymisierungsdiensten oder ähnlicher Maßnahmen, die geeignet sind, die wahre IP-Adresse bzw. Identität oder Herkunft des Nutzers zu unterdrücken bzw. zu verschleiern, ist nicht gestattet.


    Meine wahre IP-Adresse ist:


    IPv4-Adresse . . . . . . . . . . : 192.168.0.229